Warum Lonjsko Polje wichtig ist
Lonjsko Polje sieht so aus, wie die meisten Flussauen Mitteleuropas vor ihrer Trockenlegung aussahen. Jedes Frühjahr überflutet die Save dieses 506 km² große Becken, und der langsame jahreszeitliche Wasserrhythmus hat eine Landschaft aus Eichenwäldern, Schilfflächen und offenen Weiden geformt, die rund 250 Vogelarten beherbergt. Der Park steht auf Kroatiens UNESCO-Vorschlagsliste — ein Hinweis auf sein ökologisches Gewicht ohne die Menschenmengen einer vollständig eingetragenen Stätte.
Der Park ist außerdem eine bewohnte Kulturlandschaft, kein Museumsdiorama. Dorfbewohner lassen ihre einheimischen Rassen weiterhin auf den Gemeindeweiden grasen, und die Holzhäuser am Save-Damm werden bewohnt, nicht rekonstruiert. Sie sehen Wäsche auf der Leine und Hühner in den Höfen, oft mit einem Storchennest auf dem Dach darüber.
Wer bereits Plitvice und Krka gesehen hat, findet in Lonjsko Polje etwas, das die Küstenparks nicht bieten — flache Horizonte, langsames Wasser und eine slawonisch-posavinische Binnenkultur, die nur einen Bruchteil der jährlichen Besucherzahlen erreicht.
Auf einen Blick
Größe
506 km² (rund 50.600 Hektar), das größte geschützte Feuchtgebiet im Donaubecken.
Lage
Die Region Posavina zwischen der Save und der Moslavačka Gora, von Sisak im Westen bis Nova Gradiška im Osten.
Ab Zagreb
Rund 70 km / 1–1,5 Stunden mit dem Auto über die Autobahn A3, Ausfahrt Popovača, dann weiter zum Empfangszentrum Repušnica.
Beste Reisezeit
Ende April bis August, wenn die Weißstörche brüten und die Auwiesen am grünsten sind.
Eintritt
Ein moderates Parkticket (rund 3 €) deckt den Zugang zu Čigoć und Krapje ab; die Besucherzentren sind von März bis November täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
Heimische Arten
Weißstörche, Posavina-Pferde, Podolier-Rinder und das seltene Turopolje-Schwein.




