Was Rastoke wirklich ist
Rastoke ist eine kleine Mühlensiedlung dort, wo die Slunjčica über eine Travertinkante in die breitere Korana stürzt. Hier wirkt dieselbe Geologie wie in Plitvice — mineralreiches Wasser, das beim Fallen Tuffstein ablagert — nur in deutlich kleinerem Maßstab. Die Häuser stehen auf den Kaskaden, mit Kanälen und Schleusen darunter, weil so dreihundert Jahre lang die Mühlen angetrieben wurden.
Die erste schriftliche Erwähnung eines befestigten Slunj mit Brücke und Mühle stammt vom krainischen Universalgelehrten Johann Weikhard von Valvasor aus dem Jahr 1689. Die Wassermühlen, die Getreide mahlten und Textil-Walkstühle antrieben, machten Slunj zu einem wirtschaftlichen Zentrum der Region Kordun, bis das elektrische Mahlen und Auswanderungswellen nach dem Krieg diese Rolle beendeten. 1969 wurde das Dorf zum nationalen Kulturdenkmal erklärt, weshalb so viel der ursprünglichen Bausubstanz erhalten geblieben ist.
Die wichtigsten Wasserfälle sind Buk (der größte, am Zusammenfluss der beiden Flüsse), Hrvoje und Vilina kosa — „Feenhaar", was die Form des Wasservorhangs treffend beschreibt. Das gesamte Schutzgebiet ist kompakt: Vieles davon sieht man von einer einzigen Flussbiegung aus.
Auf einen Blick
Lage
Slunj in der Region Kordun in Mittelkroatien, am Zusammenfluss von Slunjčica und Korana.
Entfernung zu Plitvice
Rund 30 km nördlich — etwa 30 Minuten mit dem Auto.
Entfernung zu Zagreb
Rund 130 km südlich — etwa 1 Stunde 45 Minuten mit dem Bus.
Eintritt
Das Dorf ist frei begehbar; der Schluchtenrundgang Vodene Tajne kostet 5 € pro Erwachsenen, nur per Karte.
Zeitbedarf
45–90 Minuten für den kostenpflichtigen Rundgang, zwei bis drei Stunden mit Essen.
Status
Seit 1969 geschütztes Kulturdenkmal; 23 Wasserfälle im unteren Abschnitt, die 10–20 Meter in die Korana stürzen.



