
Hum
Die kleinste Stadt der Welt — weniger als 30 Einwohner, mittelalterliche Mauern und der beste Biska-Schnaps Istriens.
Die Kleinste Stadt der Welt
Hum liegt in den Hügeln des Inneren Istriens, sechs Kilometer östlich von Buzet, auf einem Bergrücken, der seit vorrömischer Zeit besiedelt ist. Die Stadtmauern, der romanische Glockenturm und die Kirche Mariä Himmelfahrt stammen alle aus dem 12. Jahrhundert. Weniger als 30 Menschen leben hier dauerhaft — weshalb Hum den inoffiziellen, aber weithin anerkannten Titel der kleinsten Stadt der Welt trägt.
Ein Besuch in Hum lässt sich gut mit der Glagolitischen Allee verbinden, einem sieben Kilometer langen Freiluftdenkmal entlang der Straße von Roč. Elf Skulpturen aus dem Jahr 1977 markieren wichtige Momente in der Geschichte des glagolitischen Alphabets — des ältesten slawischen Schriftsystems — das istrische Priester bewahrten, lange nachdem es anderswo in Vergessenheit geraten war.

Was man in Hum sehen kann
In einem so kleinen Dorf ist kein Platz verschwendet. Jede Ecke hat etwas zu bieten.
Das Dorf selbst
Gehen Sie die einzige gepflasterte Straße vom Tor zur Kirche und zurück. Der Weg dauert keine zehn Minuten, doch die Steinhäuser, Gewölbekeller und Aussichten ins Mirnatal lohnen ein langsameres Tempo. Ein Gästebuch im Stadttor verzeichnet die Namen aller Besucher.
Biska-Schnaps
Hum ist die Heimat der Biska, eines Mistelbrands aus lokalem Tresterbranntwein und weißer Mistel. Der kleine Laden am Tor verkauft Flaschen zum Mitnehmen. Der Geschmack ist trocken und kräuterig — ganz anders als gewöhnlicher istrischer Grappa.
Glagolitische Allee
Die sieben Kilometer lange Straße von Roč nach Hum ist mit elf Steinskulpturen gesäumt, die das glagolitische Alphabet feiern. Jedes Monument bezieht sich auf einen anderen Moment in der Geschichte der Schrift. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad dauert die gesamte Allee rund zwei Stunden; mit dem Auto unter zehn Minuten.
Konoba Hum
Das einzige Restaurant im Ort serviert istrische Gerichte: Maneštra, Fuži mit Trüffeln, Lamm und lokale Weine. Es gibt nur wenige Tische. An Sommerwochenenden ist eine Reservierung unbedingt erforderlich.


Wann man Hum besuchen sollte
Hum ist im Frühling und Herbst am schönsten, obwohl das Dorf zu keiner Jahreszeit überlaufen wirkt.
Frühling
Mildes Wetter, Wildblumen auf den umliegenden Hügeln und ruhige Straßen ins Dorf. Die Konoba öffnet nach dem Winter wieder und die Glagolitische Allee lädt zum Spazieren ein.
Sommer
Die belebteste Zeit für die Glagolitische Allee und die Konoba. Die Abende sind warm und das Licht auf den Steinmauern ist malerisch. Für Wochenenden sollte man das Restaurant rechtzeitig reservieren.
Herbst
Die Trüffelsaison bringt zusätzliches Leben in die Region. Das Licht wird golden, die Besucherzahlen sinken, und die Fahrt durch Istriens Inneres ist zu dieser Zeit am schönsten.
Winter
Unter der Woche kann man im Winter völlig allein sein. Die Konoba hat möglicherweise eingeschränkte Öffnungszeiten oder ist geschlossen — ideal für alle, die echte Einsamkeit in mittelalterlicher Umgebung suchen.
Anreise nach Hum
Hum ist nur mit dem Auto erreichbar. Planen Sie Zeit für die Glagolitische Allee von Roč aus ein.
Ab Buzet
Hum liegt 6 km südöstlich von Buzet entlang einer ausgeschilderten Straße. Die Fahrt dauert rund 10 Minuten. Buzet ist die nächstgelegene Stadt mit Tankstelle und Dienstleistungen.
Ab Motovun
Fahren Sie nordöstlich durch Livade und folgen Sie den Schildern nach Roč und Hum. Die Strecke beträgt rund 20 km und dauert 25–30 Minuten auf kurvenreichen, aber gut ausgebauten Straßen.
Ab Roč
Roč liegt 7 km westlich von Hum am Beginn der Glagolitischen Allee. Die Anfahrt von Roč ermöglicht es, die gesamte Allee mit allen Skulpturen zu erleben, bevor man das Stadttor erreicht.
Öffentliche Verkehrsmittel
Es gibt keine reguläre Busverbindung nach Hum. Die nächsten Verbindungen laufen über Buzet. Von dort ist ein Taxi oder Mietwagen die einzige praktische Möglichkeit, das Dorf zu erreichen.